Fußball Bundesliga Blog


Donnerstag, Oktober 6, 2011

Energie Cottbus: Brummschädel

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 9:23 am

Jetzt geht Energie mit drei Niederlagen in Serie und fünf sieglosen Partien hintereinander in die Länderspielpause. Das muss fast so qualvoll sein wie nach einer durchzechten Nacht in Gertruds Eckkneipe zu Hause aufzuwachen.

In beiden Fällen geht schlagartig jede Lebensfreude verloren. Der Schädel brummt und die Knochen wiegen schwer wie Blei. Ständig denkt man an die überflüssigen Aktionen, die einen ins Elend gestürzt haben. Musste ich mich ausgerechnet von Pfeffi-Manfred zum Likörgelage herausfordern lassen? Hätte sich Energie gegen St.Pauli nicht ein bisschen besser im Griff haben können?

Man fühlt sich einsam und hoffnungslos. Statt Verständnis erntet man bei Waltraud und Fans nur Gezeter und schlaue Ratschläge. Als wüssten die Cottbuser Kicker und ich nicht selbst am besten, was wir letztes Wochenende falsch gemacht haben! Doch das Gute am Leben und dem Fußball ist ja, dass es immer weitergeht. In zwei Wochen hat der FCE die erste Chance, seine letzten Fehltritte wieder auszubügeln. Bis dahin müssen die Kerle einfach die Ohren steif halten – so wie ich am Tag nach der letzten Kneipentour.

Euer Erich Bollermann

Mittwoch, Juli 27, 2011

Energie Cottbus: Rassehunde

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 9:12 am

Beim Fußballgucken letzten Freitag saß unser Dackel Berti mit auf dem Sofa. Als dann ausgerechnet olle Shao für Duisburg traf, begann der Köter wie wild zu kläffen.

Da fing meine Waltraud plötzlich an, unsere Energie-Kicker mit Hundetypen zu vergleichen. Kapitän Kruska und der verletzte Brzenska waren die Schäferhunde, die das Cottbuser Rudel zusammenhielten. Adlung und Rangelov zeigten sich gegen den MSV wieder so bissig, dass man ihnen als Pitbulls sofort Leinenzwang verordnet hätte.

Torwart Kirschbaum rettete kurz vor Spielende wie ein Lawinenhund in höchster Not, obwohl eigentlich alles zu spät war. Kollege Ziebig schwankte schon vor seinem fatalen Rückpass wie gewohnt zwischen treuem Irish Setter und begossenem Pudel. Und der frühreife Welpe Bittencourt macht sich weiter einen Spaß daraus, den Gegenspielern reihenweise frech ans Bein zu pinkeln.

Am Samstag treten unsere Cottbuser Rassehunde bei den Promenadenmischungen aus Kiel an. Doch gerade im Pokal gilt: Hunde die bellen, beißen auch. Also bitte von Anfang an dran denken, dass es fürs Weiterkommen ein schönes Leckerli gibt!

Euer Erich Bollermann

Mittwoch, Juli 20, 2011

Energie Cottbus: Stubenrein

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 9:23 am

Wer selber schon mal Nachwuchs im Wickelalter hatte, weiß ganz genau wie sich Pele Wollitz nach dem holprigen Saisonstart fühlt. Der Cottbuser Trainer hat in der Vorbereitung alles dafür getan, damit Jungprofis wie Reimerink, Bittroff, Kronaveter und Straith fußballerisch endlich stubenrein werden. Aber in der ersten Hälfte gegen Dresden gab es dann doch wieder so manche volle Buchse.

Nach diesem Malheur bleiben ernste Zweifel, ob die Kerle in dieser Saison wirklich noch die Kurve zu stabilen Stammkräften kriegen. Da lobe ich mir den frühreifen Leonardo Bittencourt. So schmal wie der war meine Waltraud
zuletzt mit elf Jahren, kurz bevor sie ihre Leidenschaft für Speckwaren und Desserts entdeckte. Man möchte dem Spargeltarzan ja am liebsten eine Ritterrüstung hinterherschmeißen, wenn er seine dünnen Speichen wieder furchtlos in den Zweikampf wirft. Beim Leo geht zwar auch noch einiges daneben, aber man erkennt zumindest den Willen, lieber heute als morgen aus den Windeln wachsen zu wollen.

Am Freitag muss jedenfalls die gesamte Cottbuser Truppe von Anfang bis Ende sauber bleiben. Mit Duisburg hat Energie nach dem verlorenen Pokalhalbfinale nämlich noch eine Rechnung offen, die nur echte Männer begleichen können.

Euer Erich Bollermann

Dienstag, Juli 12, 2011

Energie Cottbus: Geistesblitz

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 9:12 am

Pünktlich zum Saisonstart hat sich meine Tochter einen neuen Freund geangelt. Carl-Kevin heißt der Bursche und hat angeblich sogar studiert.

Das kam mir sofort spanisch vor. Wenn sich so ein Gehirnathlet für unsere Kleene interessiert ist das ungefähr so als ob Bastian Schweinsteiger zu Blau-Gelb Laubsdorf wechselt. Beim ersten Besuch hat der Schlaumeier meine Waltraud dann auch noch mit Blumen und Konfekt eingelullt.

So billig war ich natürlich nicht zu haben! Was er denn vom neuen Energie-Sturm hält, stellte ich ihn gleich mal auf die Probe. „Petersen und Jula sind mit ihren 35 Toren schwer zu ersetzen“ parierte Carl-Kevin. „Aber vielleicht reichen diese Saison auch ein paar Treffer weniger, wenn die Mannschaft hinten stabiler steht.“

Und schon waren meine Frau und Tochter wieder Feuer und Flamme für den Bengel. Aber warten wir mal ab, wie weit Energie mit diesem Geistesblitz in der Praxis kommt. Meinen Schwiegersohn in Spe nehme ich Freitag jedenfalls mit ins Stadion. Mal sehen, wie der Streber das Derby gegen Dresden so verkraftet.

Euer Erich Bollermann

Montag, Juli 11, 2011

Energie Cottbus: Wer ist Erich Bollermann?

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 12:37 pm

Erich Bollermann ist ein echtes Lausitzer Urgestein und begleitet seinen FC Energie Cottbus mit einer wöchentlichen Kolumne durch die Saison 2011/2012. Den „Franz Beckenbauer der Lausitzer Rundschau“ (Zitat Christian Beeck) bringt nichts mehr auf die Palme als eine Cottbuser Abwehr, die wieder offener als ne Imbissbude steht. Denn Bollermann liebt den FC Energie so sehr wie seine Frau Waltraud und überwindet dabei alle Schmerzgrenzen. Nach dem Saisonende will er die Cottbuser Mannschaft zum Grillen in seine Laube einladen. Aber nur, wenn sie den Aufstieg schafft!

Montag, Mai 16, 2011

Energie Cottbus: Fachkräftemangel

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 9:03 am

Direkt nach Energies versöhnlichem Sieg gegen Oberhausen musste ich meiner Frau versprechen,  diese Woche jeden Abend mit ihr romantisch auf der Hollywoodschaukel zu sitzen. Und obwohl ich am Sonntag schon das eine oder andere Stadionfreibier zu viel im Tee hatte, stehe ich zu meinem Wort.

Damit fallen die Relegationsspiele und das Pokalfinale also ins Wasser. Doch im Prinzip ist mir auch schnurzegal, ob Gladbach oder Bochum nächste Saison in der ersten Liga spielt. Wer den DFB-Pokal gewinnt, will ich auch nicht wissen. Am liebsten würde ich nämlich komplett vergessen, wie nah unsere Cottbuser Kicker zwischendurch dran waren, an diesen Entscheidungsspielen teilzunehmen.

Trotzdem hat es meistens richtig Laune gemacht, unserer Truppe zuzuschauen. Besonders im Spiel nach vorn war die vergangene Saison vielleicht das Beste, was wir je in Cottbus gesehen haben. Nach den Abgängen von Jula, Shao und höchstwahrscheinlich Petersen droht dem FCE im Angriff nun ein ähnlicher Fachkräftemangel wie vielen Lausitzer Unternehmen. Allerdings wäre Wollitz nicht Wollitz, wenn er diesen Sommer nicht wieder ein paar echte Kracher nach Cottbus quatschen würde. Es bleibt also spannend!

Euer Erich Bollermann

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Mittwoch, Mai 11, 2011

Energie Cottbus: Nächstenliebe

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 7:19 pm

Die Luft ist raus. Nicht mal fürs Derby bei Union konnten sich die Energie-Kicker noch richtig motivieren. Deshalb gibt’s an dieser Stelle zwei Vorschläge der Nächstenliebe, wie Energie am Sonntag gegen Oberhausen trotzdem einen schönen Saisonabschluss hinbekommt.

Zum einen wäre es angebracht, den sympathischen Kollegen aus Osnabrück Schützenhilfe im Abstiegskampf zu leisten. Der VfL ist schließlich Pele Wollitz’ Heimatverein und steht Energie spätestens seit dem Drama um den jungen Kastrati besonders nahe. Falls Energie gegen Oberhausen gewinnt, haben die Osnabrücker zumindest den Relegationsplatz sicher.

Zum anderen könnte man vor dem Stadion der Freundschaft kurzfristig die Aktion „Sammeln für Duisburg“ organisieren. Denn wer weiß schon, was der MSV neben Jula und Shao sonst noch alles aus Cottbus gebrauchen kann? Meine Waltraud würde den Zebras zum Beispiel auf der Stelle das Kofferradio spenden, mit dem wir früher immer zum FKK gefahren sind.
Schon die alten Sorben wussten: Wer viel gibt, der bekommt auch viel. Wenn wir uns also zum Saisonfinale alle richtig ins Zeug legen, macht der FC Energie vielleicht sogar ein paar Fässer Freibier locker. Dann wären wirklich alle glücklich!

Euer Erich Bollermann

Donnerstag, Mai 5, 2011

Energie Cottbus: Loslassen

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 11:21 am

Vor einer Woche gab Nils Petersen der Lausitzer Rundschau ein Interview, bei dem Waltraud und mir das Herz aufging. Mit seinen 22 Lenzen lieferte der junge Torjäger darin eine bodenständige Liebeserklärung an unsere Stadt, den Verein und seine Mannschaft ab, für die man ihn sofort zwangsadoptieren müsste.

Doch gerade weil auf beiden Seiten so viel Zuneigung herrscht, darf man jetzt nicht ins Klammern verfallen. Wie die ganze Lausitz wünschen meine Frau und ich uns sehnlich, dass Nils uns nächstes Jahr mit einer dann hoffentlich stabileren Cottbuser Truppe in die erste Liga ballert.  Wer Petersen allerdings beim Spiel gegen Augsburg beobachtete, der hat begriffen, warum inzwischen selbst  die Bayern bei ihm Schlange stehen. Wie er dort gegen die beste Abwehr unserer Spielklasse immer wieder raffiniert und kompromisslos zum Kasten zog, war ehrlich gesagt schon eine andere, höhere Liga.

Nils Petersen ist ein ganz besonderer Junge. Er verdient es, nächste Saison in jedem Spiel von Anfang bis Ende und mit vollstem Vertrauen auf dem Rasen zu stehen. Falls er diese Bedingungen irgendwo im Oberhaus geboten bekommt, dann müssen wir ihn wohl in aller Freundschaft ziehen lassen.

Euer Erich Bollermann

Donnerstag, April 28, 2011

Energie Cottbus: Kokeleien

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 2:36 pm

Der Kampf um Platz drei in der zweiten Liga entwickelt sich immer mehr zum Schneckenrennen. Selten war ein Saisonendspurt so lahm wie dieses Jahr! Kurz vor der Ziellinie hat man den Eindruck, als würde Bochums Truppe plötzlich ernsthaft gegen die zwei Sonderschichten in der Relegation rebellieren. Und dass Greuther Fürth zum Ende hin die Luft ausgeht hat inzwischen jahrelange Tradition.

Mit zwei, drei Pünktchen mehr auf dem Konto könnte Energie das Feld jetzt locker von hinten aufrollen.   Doch statt dort oben mitzumischen, muss sich der FCE mit den Feuerwerksdelikten von Aue beschäftigen. Wir sind uns alle einig, dass solche Kokeleien beim Fußball nichts zu suchen haben. Allerdings ist es doch fasznierend, wieviel Gehirnschmalz die Chaoten darin investieren, ihr Knallmaterial ins Stadion zu schmuggeln. Da werden plötzlich Typen kreativ, die sonst schon beim Lösen einer Busfahrkarte überfordert sind.

Für das nächste Spiel gegen Augsburg wünschen Waltraud und ich uns jedenfalls ein rauch- und knallfreies Spiel mit drei Punkten für Energie. Lasst uns die Saison ordentlich und ohne weitere Zwischenfälle zu Ende bringen.

Euer Erich Bollermann

Mittwoch, April 20, 2011

Energie Cottbus: Zu früh abgehakt

Category: Uncategorized – Autor: Erich Bollermann – 1:43 pm

Ich bin mir nicht sicher, ob man bei Energie derzeit über die richtigen Sachen diskutiert. Einerseits stand nach dem Heimsieg gegen Duisburg noch mal das Thema Jula im Mittelpunkt, obwohl dazu doch schon alles gesagt war. Zum anderen wurde der junge Leo Bittencourt völlig zu Recht für sein freches Debüt belobigt. Trotzdem wird das dünne Hemd ähnlich wie Miatke und Fandrich wohl noch ein paar Jahre brauchen, bis es der ersten Mannschaft dauerhaft weiterhelfen kann.

Stattdessen fällt völlig unter den Tisch, dass Energie die Saison vor ein paar Wochen anscheinend viel zu früh abgehakt hat. Ohne die beiden überflüssigen Pleiten gegen Ingolstadt und 1860 würden wir Bochum jetzt nämlich mit einem Punkt Abstand im Nacken sitzen. „Und hätte der der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gefangen“, macht sich Waltraud über meine Rechenspiele lustig.

Natürlich ist jetzt alles zu spät. Aber es nervt mich einfach tierisch, dass Truppen wie Greuther Fürth und Aue weiter Druck auf den Relegationsplatz machen dürfen, während wir in die Röhre gucken. Nächstes Jahr wird bitte bis zum Ende durchgezogen!

Euer Erich Bollermann